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Das Stabschwein – an dieser Stelle hat einst eine Frau einen ermordeten Mann gefunden. Ein Fremder, den niemand kannte, lag dort mit einem Messer in der Brust. Der Brauch besagt, dass du an dieser Stelle einen Stab in die Erde stecken sollst, damit der Geist des Fremden dich nicht verfolgen kann oder gar in die Stadt gelangen kann.
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Der heilende Baum – krieche durch den Baumstamm und erfahre die heilenden Kräfte. Der Baum wird alle Leiden von dir nehmen. Aber denk daran, das Ave Maria-Gebet währenddessen aufzusagen, sonst funktioniert es nicht: Heilige Maria, Mutter Gottes, geheiligt seist du unter allen Frauen und geheiligt sei dein Kind, Jesus Christus.
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Die alten Galgen – Mehr als zehn Verbrecher wurden hier gehängt und anschließend in der ungeweihten Erde des Galgenhügels begraben. Sie spuken bis heute auf dem Hügel, denk darum an diesem Ort immer daran, dich zu bekreuzigen – sonst werden die Geister dich verfolgen! Und pass auf, dass du nicht die Knochen der toten Diebe berührst, die über den Hügel verstreut liegen – denn auch dann werden die Geister hinter dir her sein und dich bis nach Hause verfolgen!
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Die drei Kirchensteine – Dies ist der Ort der Pfarrkirche. An dieser Stelle versuchten die damaligen Dorfbewohner eine Kirche für ihr Dorf zu errichten. Es lebte aber ein Troll ganz in der Nähe, der sich so sehr über den Lärm der Kirchenglocken geärgert hat, dass er jede Nacht zerstört hat, was die Menschen tagsüber gebaut hatten. Die Steine, die du hier siehst, waren ursprünglich als Fundament für die Kirche gedacht, aber es wurde nie fertig. Zum Schluss gaben die Dorfbewohner auf und verließen das Dorf – aber der Troll ist wahrscheinlich immer noch da! Spring darum von einem Stein zum anderen, dann weiß der Troll, dass du nicht vorhast, die Kirche wieder aufzubauen und wird dich in Ruhe lassen.
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Das Haus der Aussätzigen – Wenn du diese Krankheit einmal bekommen hattest – Lepra – dann wurdest du von allen anderen Menschen behandelt, als seist du tot. Es wurde eine Totenmesse für dich in der Kirche abgehalten und anschließend musstest du deine Familie verlassen, um fortan nur noch gemeinsam mit anderen Leprakranken in einem Haus zu leben. Deine Familie durftest du niemals wiedersehen. Leprakranke galten als Aussätzige, sie durften nicht mehr in die Städte kommen und wenn sie doch einmal jemanden trafen – wie zum Beispiel im Wald – hatte man ihnen befohlen, eine Rassel zu benutzen, um die gesunden Menschen vor ihnen zu warnen. Diese Menschen sind heute alle tot, aber ihre Seelen schweifen immer noch durch den Wald. Benutze die Rassel, um sie auf Abstand zu halten!
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Das Höllenpferd – Das Höllenpferd ist ein dreibeiniges Geisterpferd. Wenn es Menschen erscheint, bedeutet es, dass diese in kurzer Zeit sterben werden. Das Höllenpferd wurde an genau diesem Ort von verschiedenen Menschen gesehen. Daher stellten die Stadtbewohner hier den Totenschädel eines Pferdes auf, um das Geisterpferd zu verschrecken.
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Der Bachgeist – In jedem Frühling, wenn der Bach viel Wasser führt und die Kinder aus der Stadt zum Spielen hierher kommen, versucht der Bachgeist sie einzufangen. Er verspricht ihnen, sie trockenen Fußes über den Bach zu bringen, aber stattdessen zieht er sie unter Wasser und ertränkt sie. Wirf darum unter gar keinen Umständen Steine ins Wasser, es könnte den Bachgeist aufwecken. Manchmal sieht man an diesem Bach auch kleine Elfen – folge ihnen aber nie, auch nicht, wenn sie dich rufen – du würdest niemals zurückkommen.
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Der Werwolf – Hier hängt das Fell von dem letzten Werwolf, der auf der Insel Falster gesehen wurde! Ein Werwolf ist ein Mann, der seine Erscheinung in einen Wolf verwandeln kann – nicht nur bei Vollmond, sondern wann immer er es will. Er kann sich aber nur dann zurückverwandeln, wenn er seine Kleider wiederfindet!
Wenn eine schwangere Frau nackt unter einer Pferdehaut durch krabbelt, entgeht sie zwar den Schmerzen bei der Geburt des Kindes, das Kind wird aber zu einem Werwolf. Es ist leicht zu erkennen, ob ein Mann ein Werwolf ist: er hat buschige Augenbrauen, die über der Nase zusammengewachsen sind; außerdem hat er einen Fellfleck zwischen den Schulterblättern – und er kann kein Silber berühren. Schau dich um…hast du einen Werwolf in deiner Familie?
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Die Heilige Quelle – Diese Quelle ist der Heiligen Gertrude geweiht. Das Wasser hat die Kraft, Mäuse und Ratten von deinem Haus fern zu halten. Das Wasser muss der Quelle dafür am Sankt Gertruden Tag, dem 17. März, entnommen werden und direkt in die Mäuse- und Rattenlöcher gegossen werden. Die Schädlinge werden daraufhin unmittelbar verschwinden. Die Quelle ist jedes Jahr im Frühling nur für kurze Zeit aktiv.
Man kann auch ein Stück Papier, auf dem der Name der Heiligen Gertrude geschrieben steht, in die Löcher der Nagetiere stecken, effektiver ist jedoch das Wasser aus der Quelle.
Schau dir auch die Quelle des Heiligen Clemens an. Sie befindet sich an dem Hang neben den Bootshäusern am Hafen. Das Wasser dieser Quelle heilt verschiedene Beschwerden, aber insbesondere Übelkeit.
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Das Lamm des Todes – Schau dir die Schafe, die im Wald umherstreifen einmal näher an. Wenn eines der Lämmer nur drei Beine hat, könnte es ein Lamm des Todes sein. Sein Fell könnte auch einen merkwürdigen, rötlichen Farbton haben, als sei es von Blut getränkt. Wenn du das Tier siehst, ist das kein gutes Omen. Dem Lamm ist ein unmittelbar bevorstehender Tod prophezeit – aber nur dann, wenn es direkt auf dich zukommt. Du darfst dem Schaf aber auch nicht hinterher laufen!
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Die Kobolde – auch bekannt als die Bewohner der Erdhügel, oder manchmal auch Unterirdische genannt. Sie bewachen Grabhügel und du solltest sie weder stören, noch in ihren Erdhügeln graben. Denn dann würden sie sich an dir rächen und dein Haus niederbrennen! Um auf der sicheren Seite zu sein, könntest du ein kleines Geschenk für vor dem Hügel ablegen: etwas zu essen oder andere nützliche Dinge – aber niemals Gegenstände, die aus Eisen hergestellt sind. Die Kobolde hassen Eisen und regen sich fürchterlich auf, wenn sie in der Nähe ihrer Behausung Sachen aus Eisen finden! Pass gut auf, dass du sie nicht störst
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Die Sau aus der Gruft – Die Gruftsau ist ein riesiges Schwein mit einem messerscharfen Rücken. Es bewacht versteckte Schätze.
Ein junger Mann aus Sundkøbing hat einmal in diesem Hügel gegraben. Die Kobolde versprachen ihm, dass er den Schatz behalten kann, wenn es ihm gelänge, alle Schätze vor dem Morgengrauen zu bergen. Wenn er das nicht schaffen würde, käme allerdings die Gruftsau, würde zwischen ihm seine Beine laufen und ihn mit seinem scharfen Rücken in zwei Stücke schneiden.
Der junge Mann grub mit all seiner Kraft, aber als die ersten Sonnenstrahlen den Hügel berührten, fehlten ihm noch ein paar Münzen. Die Gruftsau erschien und er versuchte verzweifelt, aus dem Erdloch heraus zu kommen. Die Sau bekam sein Bein zu fassen, wodurch er für den Rest seines Lebens ein steifes Bein behalten sollte. Der ganze Schatz fiel dabei zurück in das Loch und seitdem hat es niemals wieder jemand gewagt, es wieder heraus zu holen.
Wenn du es versuchen willst, und du findest etwas von dem Schatz, dann darfst du nur eine einzige Münze mitnehmen – wenn du dich nicht daran hältst, wird die Gruftsau kommen und die jagen!
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Der Vogelbeerbaum – Die Vogelbeere wurde seit Anbeginn der Zeit als heiliger und magischer Baum angesehen, der vor bösem Zauber und dämonischen Mächten schützt. Dieser Baum hat außerdem die Fähigkeit, Krankheiten zu heilen. Er wird als heilig bezeichnet, weil das Kreuz, das Jesus Christus getragen hat, aus dem Holz des Vogelbeerbaumes gemacht worden war. Wenn du einen kleinen Zweig von einem Vogelbeerbaum abbrichst und bei dir trägst, kann dir weder der Bachgeist, das Höllenpferd, die Grabsau, der Werwolf, noch sonst irgendeine diabolische Kreatur etwas anhaben. Erinnere dich daran, wenn du das nächste Mal in den Wald gehst!
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